MODULE GLOSSAR
Modul 07

Datenschutz & KI

Welche Daten dürfen in die KI — und welche auf keinen Fall? Die wichtigsten Regeln für den sicheren Umgang.

Die goldene Regel

⚠ Merke dir das

Keine echten Personennamen, keine Geburtsdaten, keine Sozialversicherungsnummern, keine vertraulichen Dokumente.

Was du in eine KI eingibst, kann potenziell gespeichert und für Training verwendet werden. Behandle jede Eingabe so, als könnte sie öffentlich werden.

Do's und Don'ts

✓ Do's

  • Anonymisieren: Pseudonyme nutzen (z.B. "Person A", "Firma X")
  • Datenminimierung: Nur die wirklich nötigen Infos teilen
  • Richtlinien beachten: Interne Policies und Freigaben einhalten
  • Sichere Tools nutzen: Offiziell freigegebene KI-Umgebungen verwenden
  • Bewusst entscheiden: Vor jeder Eingabe fragen: "Muss das da rein?"

✗ Don'ts

  • Copy-Paste ohne Prüfung: Texte mit sensiblen Daten ungefiltert einfügen
  • Dokumente hochladen: PDFs oder Dateien mit Metadaten und persönlichen Infos
  • Blindes Vertrauen: KI-generierte Ergebnisse ohne Faktencheck übernehmen
  • Echte Namen verwenden: Reale Personen in Prompts identifizierbar machen
  • Vertrauliches teilen: Interne Strategien, Verträge oder Zugangsdaten eingeben

Anonymisierung in der Praxis

Bevor du einen Text in die KI gibst, ersetze alle identifizierenden Informationen:

✗ Vorher (nicht so)Bitte fasse die Situation von Max Mustermann zusammen. Er ist am 15.03.1985 geboren, arbeitet bei der Firma ABC GmbH und hat am 20. Januar eine Beschwerde eingereicht.
✓ Nachher (so)Bitte fasse folgende Situation zusammen: Person A, Mitarbeiter bei Firma X, hat kürzlich eine Beschwerde eingereicht.
Faustregel

Wenn du den Text jemandem Fremden zeigen würdest und die Person könnte herausfinden, um wen es geht — dann ist er nicht ausreichend anonymisiert.

Welche Tools sind sicher?

Nicht jede KI-Plattform ist gleich. Achte auf diese Punkte:

Kurz-Quiz

Welche Daten gehören NICHT in einen KI-Prompt?

Was ist der beste erste Schritt, bevor du einen Text in die KI kopierst?